RSS

MOBIKY Pedelec „Youri“

Ich war auf der Suche nach einem Fahrzeug, dass mich von zu Hause zum Bahnhof und vom Zielbahnhof an mein Reiseziel bringt. Es musste Zug-tauglich sein (ICE Vorgabe: maximal 20 Zoll Reifen und verpackbar), leicht, bequem und praktisch (alltagstauglich).

Mobiky Youri Klapprad Pedelec

Mobiky Youri Klapprad Pedelec

Um es vorweg zu nehmen – die Ideal-Lösung gibt es noch nicht.
Mit ca. 18kg zählt das Mobiky Youri zwar zu den „Leichten“ Pedelecs… „Leicht“ ist es aber dennoch nicht. Auch die verpackte Größe ist nicht zu verachten – es gäbe noch eine 12 Zoll Version – die ist aber in den Fahreigenschaften deutlich unstabiler und für einen 1,90m Fahrer eher ungeeignet.

Mobiky Youri

Mobiky Youri

Sehr gerne hätte ich ein wirklich „modernes“ Fahrzeug erworben wie das TRIKKE uPT oder das BikeBoard – den (derzeit noch) ständigen Ärger mit Kontrollen, TÜV, Versicherung wollte ich mir aber ersparen.

Hier eine Übersicht einiger Fahrzeuge,
die ich mir angesehen habe.

 

Detailansichten:

Einige Fotos habe ich bei Flickr in hoher Auflösung eingestellt: Flickr Fotos

 

Mobiky Youri Vorderradbremsen

Mobiky Youri Vorderradbremsen

Die vordere Bremse ist eine SHIMANO DEORE V-brake Tektro – ich hätte hier lieber eine Scheibenbremse gehabt – war aber wohl wegen des RadNabenmotors nicht möglich. Die Bremse verzögert sicher ausreichend, ist mit Bowden-Zug, regelmäßigem Einstell-Aufwand -bis hin zu Bremsklotzwechsel nicht dem Gesamtpreis Rechnung tragend. Beim Bremsen aus höheren Geschwindigkeiten gibt es laute Bremsgeräusche.
Die Schutzbleche (dicker Kunststoff) und deren Befestigung ist wirklich sehr solide.

 

Mobiky Youri 5Ah Akku

Mobiky Youri 5Ah Akku

Sehr gut platziert ist der dezente Litium-Ionen Akku. In einem Plastik Gehäuse – mit dem Schlüssel verriegelbar gegen Diebstahl gibt es ihn mi 5Ah und 11Ah (Ladezeit ca. 4 Stunden). Links oben am Gehäuse befindet sich die offene!! Ladebuchse – der Akku kann aber auch leicht mitgenommen werden.

Ich empfehle hier ganz klar den 11 Ah Akku – da die Fahrleistung des kleineren Akkus wohl für die wenigsten reicht.

 

Klapp-Pedale

Klapp-Pedale

Sehr praktisch sind die – mit einem Handgriff – einklappbaren Pedale. Der Mechanismus scheint recht stabil und scheint auf Haltbarkeit entwickelt. Die Gummierung der Pedale verhindert auch bei nassen Schuhen relativ gut das Abrutschen.

Es ist nicht viel Platz den man augenscheinlich spart – aber es ist ein relevanter Platz – sowohl beim Verpacken als auch beim (kommt viel öfter vor) schieben des zusammengeklappten Pedelec … spart immerhin über 10cm Breite.

 

Mobiky Youri Steuerung

Mobiky Youri Steuerung

Bordcomputer wäre sicher ein absolut übertriebener Begriff für das kleine Plastik-Kästchen. Der 6km/h Knopf soll eine Art Soft-Anfahr-Hilfe sein… ist aber im Einsatz so gut wie unbrauchbar (Wer halbwegs sportlich ist, braucht ihn nicht – wer unsportlich ist, fällt vom Rad bevor das MODIKY eine relevante Geschwindigkeit erreicht)

Mit der + und – Taste klickt man sich durch die drei Geschwindigkeiten oder Unterstützungsmodi und kann den Motor auch ganz ausstellen.

Die Akku-Anzeige werde ich noch einige Zeit beobachten – bevor hier eine gute Aussage möglich ist.

 

Mobiky Youri Lenker

Mobiky Youri Lenker

Der Lenker ist schmal aber nicht unbequem, die Griffe sind hochwertig, die Bremsgriffe gut erreichbar. Rechts gibt es noch die Griff-Gangschaltung für die 3 wirklich gut abgestimmten Gänge. Der dritte Gang fühlt sich dank der Doppelkette/Übersetzung an wie bei einem großen Rad (man muss nicht mit den Pedalen wirbeln um voran zu kommen)
Die Kabel sind „präsent“ aber kaum störend.

Das gesamte Rad (so gut wie alle Metallteile) ist aus Aluminium – leider sogar einige Schrauben…

 

Mobiky Youri Fixierung

Mobiky Youri Fixierung

Das ist der Clou des Klapprades – dieser kleine Mechanismus sorgt für sekundenschnelles Zusammenklappen oder wieder öffnen des MOBIKY Youri. Ist es eingeklappt, rastet die Aluminiumverriegelung ein und es bleibt fixiert – für sehr bequemes und äußerst platzsparendes schieben (sogar auf Rolltreppen kein Problem)

Der Hersteller gibt 3 Sekunden für das Ein-/ bzw. Ausklappen an. Das bezieht sich auf das reine „hochziehen“ des Klapprades in die oben gezeigte Position. Der komplette Vorgang mit Ausziehen und Feststellen der Teile dauert ca. 22 Sekunden

Wie im Bild zu sehen, gibt es dort aber schnell Lackschäden (das Bike sah neu so aus!!)

 

Mobiky Youri Front

Mobiky Youri Front

Ziemlich kompakt (85 x 85 x 30 cm) ist es im zusammen-geklappten Zustand. Wirklich praktisch ist, dass es in jeder Position immer frei beweglich und auch abstellbar (Ständer) ist. Das klingt recht einfach – gibt es aber sonst bei keinem anderen (mir bekannten) Rad. Egal ob der Lenker und Sattel noch eingeklappt sind oder ausgefahren bleiben – das Rad lässt sich super schön z.B. durch die Fussgängerzone schieben.

Mit einer Hand am Sattel ist das MOBIKY Youri bequem, schnell und leicht zu manövrieren. Bei allen Konkurenten heißt es hier immer 20 kg tragen!!!

 

Mobiky Youri Ständer

Mobiky Youri Bremse und Ständer

Am Hinterrad verzögert – völlig wartungsfrei gekapselte eine Roller Bremse – auch über einen Bowdenzug angesteuert.

Ganz unscheinbar aber unglaublich praktisch, der Rad-Ständer – rechts unten im Bild hält das Fahrzeug in jeder Position auftrecht. Er hat 3 Rast-Positionen: Rad aufgeklappt, Rad eingeklappt, Ständer eingeklappt (zum Fahren)

Achtung die Speichen des Hinterrades haben einen Produktionsfehler (mindestens bis Quartal 3 / 2011) und brechen sehr leicht – bei mir auf gerader Strecke 6 Speichen gebrochen! Es wurde angeblich bei neueren Modellen nachgebessert.

 

Mobiky Youri Elektromotor

Mobiky Youri Elektromotor

Sehr dezent ist er 250 Watt bürstenlose Nabenmotor (damit völlig wartungsfrei) sowohl in der Lautstärke als auch im Erscheinungsbild … es gibt sicher Fahrrad-Dynamos die ähnlich groß sind.

Hier ein Audiofile von einer kurzen Fahrt – mit Motor und ohne
das Mikrofon direkt in Richtung des Motors gerichtet (am Lenker):

MOBIKY Youri 16″ folding bike pedelec (mp3)
 

Zahlen, Daten, Fakten:

Beschreibung:

  • Rahmen und Gabel: Aluminum
  • Motor: Front Hub 250W BRUSHLESS
  • Batterie: Lithium Ionen 24V 5Ah oder 11Ah
  • Reichweite: 15-30 Km
  • Schaltung: Shimano Nexus 3 Nabenschaltung
  • Vorderradbremse: SHIMANO DEORE V-brake Tektro
  • Hinterradbremse: Nexus Roller Bremse
  • Reifen: Kenda 16 Zoll x 2,00
  • Pedale: klappbar mit Reflektor und Gummierung
  • Ketten: KMC nichtrostend, selbstschmierend
  • Gewicht: 18 kg mit Akku und Anstecklichtern
  • Zuladung / Fahrergewicht (max): 110 kg
  • Geeignete Fahrergröße: 1,45 bis 2,10 m
  • Größe zusammengeklappt: 85 x 85 x 30 cm

Zubehör:

  • Anstecklichter inklusive(teils ohne CE Kennung – billigst)
  • Transporttasche
  • Einkaufskorb / Tasche
  • Tachometer (Achtung: muss 16 Zoll tauglich sein)

Bezeichnung: MOBIKY Youri 16″ Klapprad Pedelec
Kaufjahr: 2011
Hersteller: MOBIKY Frankfreich
Produktseite: Mobiky Youri Produktseite
Spezifikationen: Produktbeschreibung als PDF herunterladen
Video bei YouTube: YouTube Produktvideo Mobiky ohne Motor

Meine Bewertung:

Mobiky Youri Klapprad Pedelec

Mobiky Youri Klapprad Pedelec

Mobiky Youri eingeklappt

Mobiky Youri eingeklappt

Qualität: Ausreichend, könnte an einigen Stellen besser sein – vor Allem bei dem Preis.
Bedienung: Sehr gut, praktisch, schnell und einfach lässt es sich auf- und zuklappen, Fahren macht richtig Spaß!
Preis: ab ca. 1650,00 Euro (5Ah Akku)
Kommentare von Anderen:
  • whow – cooles bike
  • schau mal wie klein das ist

 

Positves / Negatives:

Vorteile:

  • sehr leise
  • ICE / Bahn tauglich
  • relativ stabil / verwindungssteif
  • sehr praktisch
  • schnell zusammenklappbar

Nachteile:

  • Preis / Leistung
  • Beleuchtung absolut inakzeptabel
  • Lackierung extrem empfindlich
  • Verarbeitung nicht optimal
  • Einige Stellen lassen schnellen Verschleiß vermuten

Fahrgefühl:

Wie gewünscht in den Kommentaren hier ein paar Eindrücke zum „Fahrgefühl“ mit dem Pedelec:

Die passendste Beschreibung ist sicher „eingebauter Rückenwind“ – so fällt das Fahren überhaupt sehr leicht, Gegenwind wird fast unwichtig, Steigungen sind kein Thema mehr. Das Anfahren im dichten Verkehr, z.B. in der allmorgendlichen Rad-Ralley gewinnt man locker und bringt sich so in eine sichere „Pole-Posititon“. Strecken bis ca. 30 km können ohne Schwitzen ganz bequem erledigt werden – ein großer Vorteil für die Nutzung zur Arbeit. << Diese Aussagen gelten eigentlich für ALLE Fahrräder mit Elektromotor-Unterstützung BEI NORMALER Fahrweise!!! (= ca. 20 km/h Durchschnitt, Steigungen bis 5%, Gegenwind bis 30km/h)

Das Youri fährt sich überraschend stabil für die vielen Schnellspannverschlüsse. Die 16 Zoll Variante hat auch gute Fahreigenschaften (nicht so die 12 Zoll!!) – ein direkter Vergleich mit einem modernen City-Bike mit großen Reifen und festem Rahmen ist sehr unfähr – da verliert das Youri ganz klar – besonders bei Randsteinen, Schlaglöchern usw (das liegt aber hauptsächlich am Radumfang – und betrifft eigentlich jedes Fahrrad dieser Größe). Es fehlt ein Gepäckträger (nachrüstbar) und eine Sattelfederung könnte auch hilfreich sein – aber es ist kein Problem damit 30-40 km weit relativ bequem zu fahren – auch ohne Motorunsterstützung dank der sehr guten Schaltung/Übersetzung.

Der „PUSH-Effekt“ – ok, das ist eine Eigenkreation, soll aber deutlich machen, dass bei der Nutzung eines Pedelecs oder e-Bikes noch etwas ganz anderes passiert…

Meine Idee, vom bequemen dahingleiten wurde sehr schnell durch eine Art „Geschwindigkeitsrausch“ relativiert. Wer schon einmal versucht hat, einen Schnitt von 30 km/h auf einer Strecke von ca. 30 km – inklusive Ampeln, Innenstadt und einigen Hügeln – zu schaffen… wird schnell verstehen, das hier schnell andere „Werte“ zählen. Ich kann nicht einmal sagen, ob das positiv oder negativ ist. Für mich waren Geschwindigkeiten um die 20 km/h einfach zu langsam und das Verhältnis „Aufwand“ – „Ergebnis“ nicht ausgewogen (speziell bei Gegenwind und Hügeln)
Jetzt ist das ganz anders… Einen Berg mit 30 km/h „hochzujagen“ – rechtfertigt das Schwitzen – oder die Fahrzeit um ein Drittel zu verkürzen… und immer zu wissen, wenn man nicht mehr „mag“ – geht’s von selbst weiter ;-)

 

Was macht die Konkurenz:

Was Design angeht gibt es hier sicher wesentlich schönere Modelle – z.B. das GoCycle. Reichweite liegt sehr viel am Fahrverhalten und verwendeter Akku Technik und Größe – ist aber bei den Meisten sehr ähnlich. Qualität der Verarbeitung ist auch bei einigen anderen Herstellern auf einem höheren Niveau.

Fazit zu diesem Gerät:

Mein Entscheidungskriterium für das Mobiky Youri 16 Zoll war klar die praktische Alltagstauglichkeit. Mir hätten manche andere Lösungen besser gefallen – den Zweck – ein wirklich mobiles Fahrzeug mit guter Reichweite, Bahnnutzungsmöglichkeit und geringem Gewicht zu finden – erfüllt es aber von allen am Besten.

Empfehlung für den Kauf:

  • auf jeden Fall probefahren!!!
  • vorher überlegen, was der Haupt-Einsatzzweck, die notwendige Reichweite und wichtige Bedingungen sind
  • das Fahrzeug – wenn möglich – eine Treppe hochtragen
    (um ein echtes Gefühl für das Gewicht zu bekommen)
  • auch andere Geräte ausprobieren – Übersicht
  • beim Akku nicht knausern – der sorgt für Fahrfreude und längeren „Rückenwind“
  • derzeit noch selbst vorher kundig machen – es wird noch viel Unsinn erzählt
Hier ist noch ein weiterer Bericht zum Mobiky aus Österreich – mit bereits längerer Fahrerfahrung: belcl.at/Elektrofahrzeuge/Mobiky.htm

Ausblick / Zukunft:

e-Bikes, Pedelecs, BikeBoards, SegWays und wie sie alle heißen – gehen alle in eine Richtung: Menschen auf kurzen Strecken bequem zu fortzubewegen. Die Gesetze bilden hier noch ein großes Hindernis, weil vieles, was schon möglich wäre – schlicht nicht zulassungsfähig ist.

Mobiky

Mobiky

 

Ich bin überzeugt, das die Elektromobilität in wenigen Jahren einen sehr hohen Stellenwert einnehmen wird. Parkplatzprobleme, Luftverschmutzung in Innenstätten, Fossile Energiekosten, Lärmbelästigung und das absolut unverhältnismäßige Fahrzeuggewicht zum Fahrergewicht werden künftig immer deutlicher werden und diesen Fortschritt beschleunigen.

 

23 Responses to “MOBIKY Pedelec „Youri“”

  1. Axel Sagt:

    Kette spannen (jeweils auf beiden Seiten):

    [img]http://up.picr.de/23122100hj.jpg[/img]

    erst 1 lösen
    dann mit 2 spannen
    dann 1 wieder anziehen

    fertig :)

    Antwort

  2. Sebastian Sagt:

    Hi,

    Super artikel…thx a lot.
    da du ja jetzt schon einige zeit mit dem bike unterwegs bist…
    Wie hoch ist der wartungsaufwand?
    Stehst du oft in der werkstatt damit?

    greez aus wien,
    Sebastian

    Antwort

    • Axel Sagt:

      So, nun habe ich rund ein Jahr mit dem Fahrrad abgespult und es ist Zeit für eine kleine Zusammenfassung.
      Kurzform: Alles super!

      Ich bin inzwischen rund 3000 km gefahren (schonungslos) und kann bisher nichts Schlechtes berichten. Wirklich kaputt gegangen ist nichts bisher. Seit der Speichenreparatur ist auch Ruhe im Karton, alles ist heil geblieben. Das Problem hat oder hatte wohl auch Brompton, so jedenfalls habe ich es aus Faltradkonversationen im Zug mitgenommen. Witzigerweise habe ich vom offiziellen Rückruf einen weiteren Satz verstärkte Speichen zugeschickt bekommen. Nun wird wohl das Hinterrad am längsten überleben.

      An Pflege hat bisher folgendes ausgereicht:

      – das Rad ab und an mal putzen
      – die Sattelstange, die sich Rahmen bewegt mit Silikonöl schmieren
      – Kette spannen
      – Bremsen nachstellen

      Schäden, wenn man die so betiteln möchte, gab durch es nur durch die Falterei (rund 500 mal ist es inzwischen auseinander und wieder zusammen geklappt worden). Einmal hat es den Tacho erwischt und einmal das Rücklicht, Kabelbruch. Ich hoffe die Pedelec-Kabel selbst machen das noch länger mit, vielleicht sollte ich mal Talkum in meiner Werkstatt suchen.

      Der Antrieb besteht ja aus zwei verschachtelten Kettenräderpaaren. Hinten lässt sich die Kette ja wunderbar spannen aber vorne? Dort hängt die Kette schon ganz schön durch, mal sehen wie sich das entwickelt. Zum Schmieren habe ich mir übrigens Teflon-Kettenspray geholt. Das lohnt sich wirklich, das Fahrrad verdreckt nicht und die Hose bleibt sauber.

      Der Akku wird jeden Tag aufgeladen. Ich bilde mir ein, dass die Kapazität etwas nachgelassen hat, ich habe aber auch nur den kleinen Akku und die „alte“ 24V Technik und das Fahrrad stand 2 Jahre ungenutzt beim Händler vor meinem Kauf (das ist nicht gut für den Akku, ich war aber informiert). Im kommenden Winter kommt dann der Stress-Test, mal sehen, ob mein Gefühl mich täuscht. Falls ich dann ernste Probleme bekomme, werde ich einen Ersatzakku ans Fahrrad basteln. Das mag dann zwar nicht perfekt aussehen, ich bekomme aber für den Preis eines Mobiky-Original-Akkus ungefähr die dreifache Akku-Kapazität mit LiFePo4-Zellen, da ist mir die Optik doch egal.

      Ein wichtiges Zubehörteil habe ich im Übrigen noch ergänzt – die Klingel. Hier habe ich nach einigem Suchen eine hübsche, günstige und richtig laute Klingel gefunden. Für Pedelecs, die in der Großstadt genutzt werden, fast wichtiger als alles andere ;-)

      Antwort

      • Mandy Baumgarten Sagt:

        Hallo,

        können Sie mir beschreiben oder ein Bild senden, wo (an welcher Stelle) ich die Kette spannen kann. Leider rutscht die Kette öfters raus. Vielen Dank! Mandy Baumgarten aus Potsdam

  3. Axel Sagt:

    Hallo Harald,

    dank deinem Bericht habe ich mich auch für ein Mobiky Youri entschieden. Bei mir ist es die kleinste Variante geworden, also 5,5 Ah – Akku und drei Gänge. Diese Konfiguration ist für mich vollkommen ausreichend, ich fahre maximal 15 km am Tag, das schafft der Akku spielend, bisher habe ich es noch nicht geschafft mehr als eines der vier Akku-Kapazitätslämpchen zu verbrauchen. Zumal ich das Fahrrad für unter 1000 Euro neu bekommen habe.

    Leider hat mich allerdings das Speichenproblem erwischt, vier Stück sind bereits raus. Daher bin ich gerade am schauen, wer das Problem für mich beheben kann. Bei dem Kaufpreis wäre ich sogar bereit einmal richtige Speichen einspeichen zu lassen (was das kostet weiß ich natürlich nicht :)).

    Netterweise habe ich gleich zwei Ladegeräte bekommen, oder gehören die immer dazu? So liegt eines noch auf der Arbeit und weil ich dort auch aufladen darf, werde nie Reichweitenprobleme haben, selbst wenn ich mich einmal komplett ziehen lasse.

    Einiges habe ich natürlich auch schon verändert. Die Kenda-Reifen sind durch Schwalbe Marathon ersetzt, die fehlende Federung ist jetzt durch eine Parallelogramm-Sattelstütze eingebaut und ein Tacho ist natürlich auch dran. Eine lautere Klingel ist ebenfalls neu, das Ping-Dingens hört ja wirklich niemand.

    Die größte Veränderung habe bei der Lichtanlage vorgenommen. Hier habe ich mir von Busch und Müller die E-Bike Lampe Lumotec IQ Fly besorgt und dazu das Rücklicht Secula. Der Scheinwerfer hat 40 Lux und sitzt vorn an der Gabel wo er auch hin muss. Das Rücklicht sitzt an der linken Seite und ist mit an dem Schutzblechhalter montiert. Gespeist wird das Ganze aus dem Akku und wird über den Schlüsselschalter geschaltet. Ein separater Schalter zum Ein- und Ausschalten ist allerdings auch noch am Scheinwerfer vorhanden. Das Licht ist jetzt wirklich super und der erreichbaren Geschwindigkeit des Fahrrads angemessen.

    Für meinen Einsatzzweck, die Fahrt mit der Bahn, ist das Fahrrad einfach nur super. Falls mal Platz in einer Zweierbank ist, dann passt das Mobiky dort locker rein. Oder neulich, Zugausfall und Ersatzzug genau am anderen Ende des Bahnhofs in fünf Minuten. Ohne die Schiebefunktion im geklappten Zustand wäre das eine elende Plackerei geworden. So war das Kinderspiel, auch weil das Mobiky problemlos auf der Rolltreppe mitfährt. Mit mir fährt auch oft ein Brompton-Besitzer im Zug und wenn der noch am Bahnsteig knebelt, bin ich schon längst weg (nicht böse sein liebe Brompton-Fahrer, Ihr habt ein tolles Rad).

    Alles in allem bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass das Speichenproblem nun schnell gelöst wird.

    Viele Grüße
    Axel

    Antwort

    • haraldschirmer Sagt:

      Hallo Axel,

      vielen Dank für Deinen klasse Kommentar – und viel Freude damit! Hast ja ordentlich aufgerüstet – aber damit ist es wirklich ein ganzes Stück sicherer und macht noch mehr Spass.
      Zu dem Speichen-Thema.. melde Dich direkt bei Mobiky oder Deinem Händler – das wird kostenlos getauscht – und bei mir hält der Ersatz jetzt schon wirklich lange!

      Antwort

  4. Sebastian Sagt:

    Hallo Harald,

    Du bist nicht ganz unschuld daran, dass ich so ein Ding seit gestern mein Eigen nennen darf. :-) Herzlichen Dank für den großartigen Bericht, den ich im Großen und Ganzen auch voll unterschreiben würde!

    Die erste Akkuladung habe ich inzwischen verfahren, sie hielt etwa 30 KM bei voller Unterstützung und einem Eigengewicht von 88 Kilo. Allerdings leuchtet noch die letzte LED, ich weiß nicht, wie lange das noch fahren würde. Aber ich bilde mir ein, dass die Motorkraft am Schluss schon etwas nachgelassen hat. Dafür tut mir jetzt der Hin***n weh – ich bin bisher einen schönen Damensattel gewöhnt. ;-)

    Das Rad ist ansonsten wirklich recht schwer. Aber mir ist es durchaus lieber, dass etwas mehr Material verwendet wurde und das Gefährt damit stabiler ist. Der geniale Klappmechanismus, dank dem man das Rad problemlos nebenher schieben kann, macht dies wieder wett. Und mal ehrlich: Gegen das Mobiky sehen alle anderen Klappräder doch wie ein zusammengeknülltes Blatt Papier aus!

    Es hat mich in der Hinsicht auch überrascht: es ist weder klapprig oder gar windig, sondern wirkt recht stabil. Auch die Rahmenteile sind recht massiv. Nur bei der ersten Testfahrt (auf einem Mobiky ohne Elektromotor) dachte ich, ich sitze auf einem Fahrrad aus Gummi … so starr wie ein echtes Rad ist es schon nicht. Aber es lässt sich sehr stabil fahren. Ohne Motorunterstützung fährt es sich glaube ich schwerer, als ein normales Rad. Auch neigt man dazu, mit den Armen an den Griffen „mitzuhelfen“ (Ziehen und Abstützen), wobei sich hier die Gummiartigkeit und ein leichtes Knarzen im Lenker zeigt. Das sollte man wohl besser lassen, um den Rahmen nicht unnötig zu belasten.

    Mit Motorunterstützung fährt es sich in etwa so, als würde man ständig bergab fahren. Und es gibt schön Gas – äh – Stom, wenn man anfährt. Das war ein richtiges AHA-Erlebnis, als sich der Motor das erste Mal summend dazuschaltete – Geil!!! :-D

    Ob das Rad 100 KM/Woche aushält, wird sich zeigen. Immerhin gibt der Hersteller ja 5 Jahre Garantie auf den Rahmen …

    Ansonsten sieht bei mir der „Bordcomputer“ anders aus (länglich), mit nur 3 Tasten (Ein/Aus, 6 km/h, Unterstützungstufe). Der Hersteller ist aber wohl noch der selbe. Auch wird bei dem Frontlicht inzwischen eine LED verbaut, mit zwei AA-Zellen (gut für Akkus). Billig, aber durchaus brauchbar. Das Rücklicht hat zwei kleine Knopfzellen, wird aber wohl nicht lange halten. Aber ausreichend, um gesehen zu werden!

    Ansonsten ist die Verabeitung m.E. gut, ich bin allerdings kein Kenner. Nur der Sattelmechanismus ist etwas wackelig und dort gibt es Lackabreiber. Schrauben aus Alu habe ich noch keine entdeckt.

    Wenn das Schätzchen (und der Akku!) hält, bin ich wirklich begeistert. Aber das wird die Zeit zeigen …

    Viele Grüße
    Sebastian

    Antwort

    • Sebastian Sagt:

      Was ich vergessen habe: Ich habe den 11-Ah-Akku. Der Hersteller davon ist die BMZ GmbH – Made in Germany! Also dürfte das kein Schrott sein, wobei ich natürlich nicht weiß, was für Zellen verbaut werden. Aber er kann sogar aufgeschraubt werden (mit Lack versiegelt).

      Und noch ein Unterschied: Bei meinem Vorderrad sind die Speichen gekreuzt, so wie bei Deinem Hinterrad.

      Viele Grüße, Sebastian

      Antwort

  5. Christian Sagt:

    Hallo,
    Finde diesen Bericht super!
    Haben sie auch Erfahrung im winter mit Schnee und Streusalz?

    Schöne Grüße
    Christian

    Antwort

    • haraldschirmer Sagt:

      Hallo Christian,

      Danke, freut mich, wenn der Bericht hilft. Bisher hat mein Mobiky noch keinen Schnee oder gar Streusalz gesehen. Regen war aber bisher keinerlei Problem. Also bei Angst um die Elektrik kann ich hier nur Gutes berichten.

      Übrigens bin ich am überlegen mein Mobiky abzugeben ;-)
      Durch meinen Job komme ich einfach kaum dazu es zu fahren und zum Rumstehen ist es einfach zu Schade…
      Wer Interesse hat gerne melden.

      Antwort

      • Desiree Sagt:

        Hallo Harald,

        habe mit sehr großem Interesse den Bericht zum Mobiky gelesen, und da wir ein Klapp-Pedelec brauchen (das gut in Bus und Bahn passen soll), um damit Entfernungen von ca. 5-10 km zu überwinden, liebäugeln wir nun ernsthaft mit der Anschaffung eines Mobiky. Wichtig wäre nur, dass das Bike auch für größere Menschen geeignet ist – mein Mann ist knapp 1,90 m groß und hat sich neulich mal auf ein „einfaches“ Falt-Pedelec gesetzt (das weder technisch noch vom Design her so ausgereift war wie das Mobiky), und Haltung bzw. Bequemlichkeit waren für ihn schier unerträglich. Wäre das Mobiky wohl tatsächlich auch etwas für seine Größe, so dass ein ergonimisches rückenschonendes bequemes Fahren annähernd möglich ist?
        Falls ja, liebäugeln Sie noch damit, Ihr Mobiky abzugeben?

        Freue mich auf die Antwort!
        Danke und liebe Grüße
        Desiree

        P.S.: Inzwischen gibt es das Youri ja mit 8 Gängen (16 Zoll, 24V, 11Ah) …. ist das wohl ein großer Vorteil gegenüber dem 3-Gang-Rad?

      • haraldschirmer Sagt:

        Servus Desiree, die 3Gänge sind wirklich sehr gut abgestimmt – meist nutzt man bei „vielen“ Gängen auch nur 3-4…
        Ich bin auch 1,90 m – das klappt sehr gut – vom 12 Zoll würde ich da aber abraten.

  6. Stefan Sagt:

    Hallo Harald Schirmer,

    evtl. solltet Ihr einmal eure/Deine Tests aktualisieren und auch über Neuerungen und Verbesserungen sprechen.
    Wir haben MOBIKY nun seit ca. 12 Monaten im Programm, verkaufen sehr gut in der Motorsport-Scene und machen
    Mal für Mal nur gute Erfahrungen, … ganz im Gegenteil! Die Leute lieben MOBIKY´s und haben einen riesen Spaß
    damit. Um einmal zu verdeutlichen, wer im Padock/Infield einer Rennstrecke MOBIKY fährt: … KTM Werksteam,
    Kremer Porsche Racing, John Fitzpatrick, U. Sieb, Manfred Kremer uvm., diese Leute bewegen und bauen Rennwagen
    bis zu 800 PS und beklagen sich nicht über ein zu kurzes Schutzblech.
    Angebot an alle: Jeder der von MOBIKY´s nicht überzeugt ist, meldet sich bitte bei mir. Ihr erhaltet ein MOBIKY für
    einen Tag und macht eure eigenen Erfahrungen!

    Aktuelle Modelle fahren statt veraltete Berichte lesen!!!

    Gruß
    Stefan
    handmade-gfk-parts.de

    Antwort

    • haraldschirmer Sagt:

      Hallo Stefan,
      vielen Dank für Deinen Hinweis, das ist aber keine Verkaufsseite und ich denke nicht, das ich das leisten kann. Mein Erfahrungsbericht bezieht sich ausschließlich auf das genannte Model (inklusive Kaufdatum) – es wäre also nett, nicht etwas, was in einem zeitkontext steht als abwertend „veraltet“ zu bezeichnen.
      Dann sehe ich es als Unterschied, ob man das Mobiky im Sport einsetzt oder im Anzug / bzw. Alltag damit unterwegs ist – hier kann ich Martins Einwand nachvollziehen (Schutzblech)
      Natürlich ersetzt mein Bericht sicher kein eigenes Fahrgefühl – soll er auch gar nicht.

      Antwort

  7. Martin Sagt:

    Bericht, gut und hilfreich. Seit wenigen Woche fahre ich dieses Rad mit viel Spaß. (Variante 8-Gang, 11Ah Akku) Auch ohne Motorunterstützung leicht zu fahren. Ein Rad bei dem man auch nach längerer Fahrt nicht das Ggfühl hat, den Sattel auswechseln zu müssen.
    leider gibt es ein paar Nachteile: hohes Gewicht, unstabieler und etwas zu kurzer Fahradständer; Schutzblech am Hinterrad zu kurz (versauter Rücken bei Regenfahrt, habs mit einer dünnen Plastikfolie mittels Doppelklebeband verlängert);Durchmesser der Kettenschutzscheibe am Tretlager etwas zu gering.

    Antwort

    • haraldschirmer Sagt:

      Hallo Martin, vielen Dank für Deine Hinweise! Das mit dem Gewicht kann ich nachvollziehen – das würde ich mir auch noch einiges leichter wünschen. Den Fahrradständer finde ich eigentlich ganz gelungen – dank seiner 3 Arretierungen blieb bei mir das Rad bisher immer gut stehen. Das Schutzblech hinten ist wirklich zu kurz – Deine Lösung ist sicher sehr hilfreich, weil flexibel (hätten Sie es länger gemacht, bliebe man im geklappten Zustand ständig irgendwo hängen… beim herunterfahren von Randsteinen z.B.). Auch bei der Kettenschutzscheibe gebe ich Dir recht – da hätten ein paar Millimeter mehr nicht geschadet ;-)

      Antwort

  8. nils Sagt:

    Toller Bericht, Danke, was die „Hardware“ angeht fühle ich mich nun gut informiert, aber wie ist denn das Fahren mit der Motorunterstützung? Sind Berge plötzlich gar nicht mehr zu spüren? Vermittelt es das Gefühl ständig angeschoben zu werden? Unterstützt es beim Anfahren stark (Hatte ich bei einer GoCycle-Probefahrt als sehr spaßig empfunden?
    Herzliche Grüße nils

    Antwort

  9. immo lünzer Sagt:

    DANKE SEHR, das deckt sich weitgehend mit meiner kleinen Probefahrt & – besichtigung und ist eine gute Ergänzung.
    Ich konnte mit einer kl. Sattelfederung fahren, die ich sehr empfehlen kann.

    SEHR WAHRSCHEINLICH werde ich mir auch so einen kleinen Innovationsträger anschaffen.
    Gute Fahrt
    immo lünzer

    Antwort

  10. Tom Kruse Sagt:

    sehr hilfreicher Bericht, vielen Dank für die Mühe :)

    Antwort

Schreib ein Feedback!