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Geheimhaltung versus Transparenz

Denk mal mitWie viel „Wissen“ darf man „freigeben“ (in interne oder sogar externe Soziale Netzwerke stellen)?

Ein heikles Thema – zumindest in den Köpfen vieler „Entscheider“ in Firmen – besonders wenn es um Social Media geht. Wie einfach ist doch die Antwort „meine Themen sind alle geheim“ oder zumindest nicht für „Alle“ gedacht (auch wenn Alle auf die Mitarbeiter eines Konzerns beschränkt ist).

 

Experten

Es ist noch keine 10 Jahre her, da wurden INTERNE digitale Telefonbücher, Experten-Datenbanken oder „yellow-pages“ bei vielen Firmen als „zu gefährlich“ abgelehnt. Einerseits wurde der Vorteil, die eigenen Experten zu kennen – andererseits aber die Gefahr, das Headhunter diese „Liste“ nutzen würden (so sie in ihre Hände käme) um die besten Mitarbeiter abzuwerben – diskutiert.

Aus heutiger Sicht können wir darüber nur lachen – vermarkten sich doch heute die Meisten selbst und privat auf diversen Plattformen wie XING, LinkedIn und Co.
Aus damaliger Sicht ein GAU. Und heute lernen wir, das selbst diese (nicht unterbindbare) Selbstvermarktung nicht zum großen Experten oder Mitarbeiterschwund führt.
(Es gelten auch immer mehr andere Werte als „nur“ Geld)

 

Missbrauch?

Was können wir daraus lernen – besonders für aktuelle Fragen bezüglich Umgang mit Informationen?

 

das Freigeben von Informationen hat nicht zwangsläufig Missbrauch zur Folge

Patente

Auch im Bereich der Patentstreits ist ein großer Wandel im Gang. Lohnte es sich vor wenigen Jahren noch endlos lange Verfahren anzustrengen, ist die „Dichte“ der Erfindungen so dramatisch gestiegen, dass bei Prozessende das Patent wertlos, weil völlig überholt ist.

 

Adressen

Ich selbst habe noch vor gar nicht langer Zeit davor gewarnt (Beitrag), persönliche Adressbücher in Apps auf Smartphones oder auf dem Rechner „freizugeben“. Damit würden die Rechte derer, die dort stehen verletzt. Dazu stehe ich nach wie vor – nur hat die „Realität“ gezeigt, dass sich daran (und sei es aus Unwissenheit oder einfach Bequemlichkeit) kaum einer hält. Der gefühlte Mehrwert scheint so groß, dass dieser kleine Klick „Freunde in meinem Adressbuch suchen“ für die Wenigsten noch Bedenken weckt…

 

Gemeinsam besser

Ein Blick auf unsere heutigen Herausforderungen sehe ich auch kaum Lösungen, die aus den uns heute bekannten Konzernen kommen. Vielmehr erleben wir, dass funktionsübergreifende – Firmenübergreifende Zusammenarbeit (bis hin zu Konkurrenten) besser in der Lage wäre, heutige – flexible Lösungen zu erarbeiten. Damit im Fokus nicht nur neue Standards sondern auch bei der Lösung von unterschiedlichsten, allgemeinen Aufgaben wie Demographiewandel, Produktentwicklung (z.B. alternative Energiekonzepte, Elektromobilität) aber auch Diversität oder wo es bereits sehr aktiv betrieben wird – der Einstieg in Social Business.

Wie ein Kollege so treffend formulierte:

50.000 Köpfe können mehr als einer!

 

Besonders spannend wird es natürlich besonders in Entwicklungsabteilungen – die „Schatztruhen“ einer Firma. Auch diese müssen intern besser vernetzt sein, direkter mit anderen Stellen (Qualität, Controlling, Marketing usw.) zusammenarbeiten – aber auch näher am Kunden(Wunsch) sein.

Hier wird Abgrenzung (Sicherung) versus Öffnung besonders spannend.

 

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Ein echter Social Business Trigger | Harald Schirmer - 27. Juni 2014

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