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Enterprise 2.0 – worauf achten?

Management 2.0 MOOCMan könnte darüber derzeit auch ein Buch schreiben – und sicher wären viele Firmen brennend daran interessiert. Zumindest wenn ich die vielen Anrufe, Anfragen und Einladungen richtig deute. Es hat eine Weile gedauert, bis nun die Mehrheit erkannt hat, dass Business Networking wohl doch nicht nur ein kleiner Trend von einigen „Early Adoptern“ und „Nerds“ ist.

Wer künftig (und auch heute schon) auf dem Markt bestehen will, muss transparenter, direkter, schneller, kreativer, innovativer und flexibler werden. Das geht beim Recruiting los, über Entwicklung, Qualität, Controlling und IT aber auch Betriebsrat und Vorstand kommen daran nicht vorbei. Und auch wenn es mit einer gewissen start-Investition (Zeit, Geld, Willenskraft, Disziplin) verbunden ist – lohnt sich jede Stunde.

Die Continental AG zählt inzwischen zu den Vorreitern, was den erfolgreichen Einstieg angeht. Diese Woche findet (wie schon früher angekündigt) ein MOOC zu diesem Thema statt. In meinem Positionspapier habe ich folgende Empfehlungen zusammengefasst:

  • Walk the talk – Der erfolgreichste Einstieg gelingt, wenn Sie (und möglichst viele andere es VORLEBEN – selbst die Erfolge produzieren und dann darüber sprechen – es ist wie Rad-fahren… man muss irgendwann selbst aufsteigen… das gilt im Besonderen für alle Leitungsfunktionen)
  • Starten Sie eine ernst gemeinte Kulturinitiative – unsere Erfahrung aus vielen Ländern, Kulturen und Funktionen … Social Business macht zu erst die herrschende Kultur sichtbar – dann erst verändert sie sich
  • Begleiten Sie Ihren Einstieg mit den Werkzeugen und Methoden von Organsationsentwicklung und Change Management – es ist eine umfassende, ganzheitliche Veränderung … nur IT und/oder Kommunikationsabteilungen allein sind damit überfordert!
  • Beteiligen Sie von Anfang an Ihre Mitarbeiter – führen Sie „User Feedback Gruppen“ ein
  • Entwickeln Sie einen strategischen “Master Plan”, der die wichtigsten existierenden! Fragen durch Ihren Business Networking Ansatz beantwortet (Tun Sie das nicht, weil es alle tun!)
  • Holen Sie sich das Kommittent Ihres Vorstandes – und schwören Sie diesen auf aktive Beteiligung / Vorleben ein (Der typische Satz “Die da oben tun das auch nicht!” ist damit nicht nur Entkräftet – sondern wirkt sogar gegenteilig)
  • Starten Sie wirkungsvolle Piloten – die die Relevanz und Wirksamkeit beweisen (Seien Sie sorgfältig bei der Auswahl und sorgen Sie für ausreichend Unterstützung… es bedeutet extra Aufwand für diese Projekte)
  • Bauen Sie ein möglichst großes Netzwerk von Freiwilligen, Motivierten, Neugierigen Mitarbeitern aus allen Funktionen, Regionen und Hierarchieleveln auf – das sind die Menschen, die bei Ihrem großen „Schiff“ mit vielen kleinen Rudern den Kurs ändern – je größer/schwerer das Schiff um so mehr Ruder ;-) … planen Sie viel Zeit für Training, Motivation und Nachhaltigkeit ein – diese Mitarbeiter müssen mindestens 3 Jahre „durchhalten“
  • Beginnen Sie mit Konsolidierung – verringern Sie die Daten-Komplexität, die Anzahl der Programme, die verwendet werden und verbinden Sie alle wichtigen (Mashups). Das sorgt erstens für Vereinfachung, zweitens für Qualität und bildet die Notwendige Grundlage für die künftige Geschwindigkeit
  • Sorgen Sie für eine umfassende, weitreichende und alle online UND offline Kanäle  bespielende Kommunikation. Verifizieren Sie ob Ihre Informationen wirklich bei den Zielgruppen ankommen. Erstellen Sie ein prioritäts-Konzept: Welche Information ist in welchem Kanal am geeignetsten und worauf können sich die Mitarbeiter verlassen
  • Binden Sie von Anfang an Ihren Betriebsrat und Interessensgruppenvertreter (je nach Land) mit ein – als Partner, als Tester als Berater… Thema Betriebsvereinbarung
  • Bieten Sie ein Schulungskonzept, das allen Zielgruppen gerecht wird – mit Fokus auf Verhaltensregeln, Nutzungsbeispielen, Netiquette, Bedienung (mit Absicht etwas weiter hinten in der Liste)
  • Integrieren Sie die Nutzung von Business Networking in möglichst vielen alltäglichen und wichtigen Abläufen und Prozessen – ebenso ins Mitarbeitergespräch – idealerweise sogar in die Zielvereinbarung

 

Ich bin sehr gespannt auf die Diskussionen und den Google Hangout unter Leitung von Simon Dückert!

Aktuelle Informationen: einfach dem Twitter Account folgen: https://twitter.com/mgmt20mooc

Hier die kostenlose Anmeldung in der XING Gruppe

 

Weitere Links:

 

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3 Responses to “Enterprise 2.0 – worauf achten?”

  1. Jacklyn Sagt:

    Felt so hopeless looking for answers to my qusiniote…untsl now.

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