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Das Märchen von der (un) sicheren Cloud

Angst vor der Cloud?

Angst vor der Cloud?

„Cloud ist doch total unsicher…“

Fast stetig hört man wie unsicher und gefährlich die „Cloud“ ist – trotzdem wird sie von immer mehr Firmen und Privat-Leuten genutzt. Was steckt also dahinter, was ist dran an der „neuen“ Gefahr?

Warum kein Weg daran vorbei führt, was es bedeutet und warum man sich damit beschäftigen sollte habe ich auf dieser Seite versucht zusammenzufassen.
(Profis: aus Gründen der Verständlichkeit ist Einiges etwas vereinfacht dargestellt)

Die „Cloud“ ist nichts anderes als das Internet bzw. genauer ein Speicher im Internet

 

Hier ein paar grundlegende Gedanken zum Verständnis:

Cloud - Weg einer eMail

Der Weg einer eMail über das Internet (die Cloud)

eMail war schon immer ein „Cloud“ Service!

Der Weg einer eMail vom Sender zum Empfänger geht immer über das Internet (einen Cloud Service):
(Computer > eMail Programm > Internet > eMail Server Sender > Internet > eMail Server Empfänger > Internet > eMail Programm > Computer)

Der Ort, an dem die eMails gespeichert werden ist ebenfalls identisch:
(eMail Programm Sender + eMail Server Sender + eMail Server Empfänger + eMail Programm Empfänger)

Der Unterschied bei der Arbeit in der Cloud liegt am „dauerhaften“ Speicherort für die eMails.
Während ohne Cloud die eMails heruntergeladen und damit vom Server gelöscht werden, bleiben sie beim Arbeiten mit der Cloud auf dem Server.
So lange Sie Ihre eMails nicht abholen – liegen die immer „in der Cloud“
Das Beispiel eMail zeigt deutlich, dass unsere Daten schon jetzt im Internet gespeichert sind. Hinzu kommen Banken, Versicherungen, Behörden und Firmen, die allesamt immer mehr Daten in Cloud-Services auslagern. Im Privatbereich folgen jetzt Kontaktdaten, Kalender, Fotos und Dokumente – die mehr und mehr ins Netz wandern.

Arbeitsweise, wie sie von Vielen heute praktiziert wird:

herkömmliche Arbeitsweise ohne Cloud Service

herkömmliche Arbeitsweise ohne Cloud Service

Meist fängt man mit einem PC an zu arbeiten – dort sind alle Dokumente, Fotos, Musik, eMails usw. gespeichert. Dann kauft man ein Handy das wird dann an den PC angeschlossen und recht aufwändig „synchronisiert“.

mobiles Internet is angekommen

mobiles Internet is angekommen

Irgendwann kommt dann ein zweiter PC (Partner, Kinder) dazu, oder ein Notebook für unterwegs – jetzt wird es schon fast nicht mehr möglich, alle Geräte auf dem gleichen Stand zu halten. Jetzt muss man sich überlegen, was speichert man wo und wie wird es hin-und her bewegt. Meist ist es dann immer dort, wo man es nicht braucht. Wenn die Geräte dann noch unterschiedliche Betriebssysteme haben, wird es zur echten Herausforderung – auch für Profis!!!!

Wer jetzt argumentiert, dass er selbst das alles gar nicht braucht – oft gehört – ist aber nicht sehr glaubhaft… sonst würden Sie das nicht lesen und die Zeit müsste auch stehen bleiben. Die Verkaufszahlen sprechen eine völlig andere Sprache. Des Weiteren wird in immer mehr Geräte eine Internetverbindung eingebaut, um die vielen Möglichkeiten nutzen zu können. Ob im Auto, im Haus oder in Behörden und Geschäften … Sie werden gezwungen, sich damit zu beschäftigen (Was sicher keine positive Entwicklung ist, aber so gut wie unausweichlich… nicht ob, sonder wann – wäre die richtige Frage)

Ich kenne kein einziges, einfaches, funktionierendes und bezahlbares Konzept, das mehr als 2 Geräte fehlerfrei und ohne stetigen Aufwand synchronisiert!

Sehen wir uns die Fakten zur „herkömmlichen“ Arbeitsweise genauer an:

Merkmale:

  • Equipment und Software muss (immer wieder neu) gekauft werden
  • Verbindung nicht einheitlich (USB, FireWire, Line, WLAN, SCSI, Slot, Parallel, Seriell, Bluetooth, Infrarot… jeweils in mehreren Versionen)
  • gewohnte Arbeitsweise
  • Jeder muss sich selbst ein „Ordnungskonzept“ überlegen (was sehr selten dauerhaft funktioniert)
  • viele technische Kenntnisse notwendig
  • träge in der Anpassung und aufwändig erweiterbar

Nachteile:

  • Es funktioniert nicht! (…bzw. nicht mehr – kein zukunftssicheres Konzept)
  • Es muss immer der stromfressende Rechner laufen
  • Datensicherung wird bei fast Jedem aus Aufwandsgründen vernachlässigt
  • Ist der PC defekt oder hat einen Virus – ist alles betroffen
  • Jedes Gerät hat eine eigene Synchronisations-Software
  • Sehr hoher Aufwand für die vielen Updates
  • Rechnerleistung/Geschwindigkeit wird mit jedem Gerät geringer
  • nur bedingt sicher, da der Rechner ja auch mit dem Internet verbunden ist
  • unüberschaubare Vielfalt an Software, Verbindungsarten, Kabeln, Bedienungsarten

Vorteile:

  • Man hat ein „sicheres“ Gefühl, weil alles vor Ort ist (Was man hat, hat man)
  • oft wird die Geschwindigkeit genannt – moderne Systeme halten aber alle gewünschten Dokumente ebenfalls lokal bereit + Zugriff auf alle Daten über das Netz – kann damit nicht mehr als Vorteil gegenüber der Cloud gelten

Arbeitsweise mit der Cloud und den Daten zentral im Internet gespeichert:

Arbeitsweise mit den Daten in der Cloud

Arbeitsweise mit den Daten in der Cloud

Es gibt immer mehr Geräte, die selbst Daten erzeugen (Fotos, Dokumente, Links, Audio und Video) und auch im Internet gespeicherte Inhalte anzeigen können.

Meist sind die Angebote im Internet wesentlich einfacher und schneller zu bedienen die teure, auf dem Rechner installierte Software. Zudem muss man sich dort nicht um Installation und update oder gar neue Software Versionen kümmern – es passiert alles automatisch – und in der Regel viel günstiger.

Merkmale:

  • Software / Service wird meist gemietet (Abonnement) = zeitliche Nutzung nach Bedarf
  • immer wenig Vorkenntnisse notwendig
  • alle Verbindungen sind genormt über WLAN bzw UMTS (Handy)
  • Zukunftssicher und beliebig, jederzeit und schnell erweiterbar

Nachteile:

  • Abhängigkeit von einer (schnellen) Internetverbindung
  • Für sehr große Datenmengen (noch) nicht ausgelegt … bis einige Gigabyte verfügbar
  • ungutes Gefühl das die Daten an einem fremden Ort liegen

Vorteile:

  • es funktioniert!
  • beliebig viele Geräte lassen sich schnell und einfach synchronisieren
  • kein Aufwand mit Backup
  • keine Updates
  • viel günstiger
  • wirtschaftlicher und nachhaltiger (Für ein Rechenzentrum lohnen sich nachhaltige Energiekonzepte)

Was also hindert uns, diese neuen Möglichkeiten zu nutzen?

Vor Allem ist es eine Änderung – Gewohntes Verhalten soll überdacht und umgestellt werden – das ist immer von Unsicherheit begleitet.

Das ewige Versprechen – alles wird einfacher – wurde im Computer-/Softwarebereich bisher so gut wie nie eingehalten

Konkret entsteht ein Gefühl der Unsicherheit, weil man die Daten nicht mehr (primär) bei sich hat – sie quasi in die Obhut einer Firma gibt

…das ist absolut verständlich, wenngleich eigentlich nicht ganz richtig:

  • weil die Daten in jedem Fall bei diesen Firmen liegen
  • weil diese Firmen sicher mehr Geld und Wissen in Sicherheit stecken, als man selbst je könnte
  • weil der eigene Rechner in den wenigsten Fällen über Datensicherung verfügt – die Firmen das aber garantieren
  • weil eine Synchronisierung mit Zweitgeräten (Handy, Tablet, Notebook…) IMMER aufwändiger und fehleranfälliger ist
  • weil man mobil (z.B. von einem Internetcafe, Rechner von Bekannten) in der Regel nicht auf seine Daten zugreifen kann (wir werden ja immer mobiler)

Resümee:

Es führt kein Weg an der Arbeitsweise in der Cloud vorbei, weil es der einzig wirklich funktionierende Weg ist.

Auch wird es wirklich einfacher, weil der große Aufwand für den Nutzer wieder zurück an Fachleute und Firmen geht. Einheitliche Verbindungstechnik (WLAN/UMTS), keine Notwendigkeit für Installation, Update und Upgrade von Software mehr, beliebige Erweiterbarkeit und jederzeit die Möglichkeit das Angebot der eigentlichen Nutzung anzupassen sind große Vorteile.

Ein immer größere Rolle spielt auch die Ökologie, Energie und Nachhaltigkeit – auch diese Faktoren können von zentralen Anbietern wesentlich effektiver  angegangen werden.

Wer einmal umgestiegen ist, wird nach sehr kurzer Zeit nur noch lächelnd an seine eigene, umständliche, zeitaufwändige Computer-Vergangenheit zurückdenken. Sobald die Daten in der Cloud zentral liegen, ist plötzlich alles auf dem richtigen, gleichen Stand, man kann selbst jederzeit entscheiden, wo und wie – mit welchem Gerät man etwas macht – den Rest erledigt der Cloud Service automatisch.

Aber auch das bedarf natürlich einem, auf die persönlichen Anforderungen angepassten Konzepts. Auch gibt es sicher noch einige Daten, die man lieber nicht auf Webservern ablegen möchte – es bleibt also eine eigene Entscheidung, wie viel Komfort man nutzen und wie viel Sicherheitsgefühl man behalten möchte.

Weitere Information zum Cloud Computing

 

Alles gut und schön, aber das geht doch alles heute noch gar nicht…

Das ist leider zum Teil auch wahr!

Es gibt Cloud Angebote – auch schon eine größere Menge – aber die sind allesamt definitiv nicht für den Laien geeignet. Natürlich ist es relativ einfach, sich eine Dropbox einzurichten, um Dokumente auszutauschen – der Anbieter und die Daten liegen aber in USA und unterstehen damit nicht deutschem Recht. Es gibt auch Anbieter in Deutschland – bei denen diese Vorgaben sehr gut erfüllt werden – aber kaum ein Mensch ohne IT-Vorbildung wird in der Lage zu sein, überhaupt aus den bestehenden Angeboten zu wählen.

Es herrscht das alte Problem der zwei Sprachen – die der IT Welt und die der Nutzer… und die sind in der Regel sehr weit voneinander entfernt. Auch die großen Anbieter wie Microsoft (SharePoint), IBM (Connections) oder SAP (Nichts) haben Social Media und Business Networking vollkommen verschlafen. Zu Ihnen hätten (warum auch immer) die Menschen am ehesten Vertrauen – aber deren Angebote sind teilweise um Jahre hinter denen von Facebook, Twitter, Dropbox etc her.

Kaum ein FaceBook Nutzer würde sich als „User einer cloud basierten SaaS* Anwendung mit Mashup-Services und Token-Authentifizierung“ bezeichnen… *(SaaS = Software as a Service)

Hier ist die IT in der Pflicht in Zusammenarbeit mit Benutzeroberflächen-Spezialisten und Marketing leicht verständliche Konzepte und Angebote zu erstellen. Die Politik müsste einen „sicheren Raum“ definieren und Vorgaben machen, die verlässlich sind. Und zuletzt wären dann die Menschen gefragt, mit einer gewissen Neugier diese Angebote zu probieren. Leider läuft es genau anders herum … und das seit vielen Jahren.

Ich für meinen Teil bin weiter auf der Suche nach einer guten, bezahlbaren und einfachen Lösung zu diesem Thema, weil aus meiner Sicht daran kein Weg vorbei führt – gerne werde ich diesen Weg weiter beschreiben – und auf Fragen eingehen…

 

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