Die meisten Autos haben heute hocheffiziente Verbrennung, Katalysatoren und immer öfter sogar Rußpartikelfilter - davon träumen selbst modernste Ölheizungen
Gas ist wie Öl ein endlicher Rohstoff, der nicht mehr erneuert werden kann und die Umwelt in hohem Maß mit CO2 und vielen anderen Giftstoffen belastet - nicht zu reden von politischen Problemen, Transport und Veredelung.
Ich habe mich für eine Scheitholzheizung entschieden - da sich mir dieses Prinzip als derzeit umweltfreundlichste Methode in einem Altbauhaus erklärt.
(Pelletöfen sind wesentlich bequemer durch z.B. automatische Beschickung - doch ist für die Pellets wesentlich mehr Aufwand in Transport, Herstellung und Lagerung notwendig, und die Öfen sind durch wesentlich mehr Einzelteile und Elektronik anfälliger)
Bevor Sie mit der Heizungsmodernisierung beginnen können Sie von der BAFA gefödert ein Gutachten von einem zugelassenen Energieberater machen lassen - das zahlt sich IMMER aus. Damit hat man eine verläßliche Basis für alle sinnvollen Arbeiten und Maßnahmen (inklusive Kosten und Rentabilitätsrechnung)

Eine schematische Darstellung unseres Heizsystems. Das Nebenhaus ist ein altes Waschhaus mit Garage - diese wurde als Werkstatt und Heizraum umfunktioniert - mit dem Vorteil, dass diese in der kalten Jahreszeit immer mitgeheizt wird und keine Materialien einfrieren.
Zur CO2 neutralen Heizung ist bei einem Altbau die Dach-Dämmung ein wichtiger Punkt - zumal man für Dachaufbauten wie Solarthermie oder Photovoltaik sowieso ein Gerüst benötigt.



Durch die Kombination von Scheitholzofen und Brauchwassersolar ist die Heizung von Mai bis September komplett ausgeschaltet - 0 Aufwand, 0 Kosten
Anzünden dauert insgesamt ca. 15 Minuten:
Anzündknopf betätigen - Restkohle vom letzen Befeuern zusammenschieben - ein Stück brennendes Papier auf die Kohlen werfen (oder mit einem Bunsenbrenner kurz über die Kohle fahren) - kurz warten, dann den Brennraum komplett mit Holz befüllen (ca. eine Schubkarre) - Deckel schließen - wenn Bereitschaftsleuchte angeht - fertig
Pro Befeuerung fällt ca. eine Kehrschaufel voll Asche an, die sich hervorragend als Gartendünger oder zu Kompostierung eignet
Alle 2 Heizmonate soll der Scheitholzofen gereinigt werden - ca. 30 Minuten Aufwand - die notwendigen Bürsten und eine Wanne für Asche wird mitgeliefert
Kaminkehrer kommt 3 mal im Jahr zur Reinigung und Kontrolle
Die Häufigkeit der Befeuerung hängt von sehr vielen Faktoren ab (Holzart, Hausdämmung, Raumtemperatur, Hausgröße, Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Lüftverhalten, Anzahl der Personen...) hier ist eine globale Aussage sicher sehr schwer zu treffen.
ca. Wert: Bei 10°C Tiefsttemperatur, 21°C Raumtemperatur, Mischholz alle 4 Tage, bei -15°C Tiefsttemperatur muss täglich nachgelegt werden