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Brauchwasser-Solaranlage

Brauchwassersolar – Erwärmung des Wassers durch Sonnenergie:

Eine nicht zu teuere Möglichkeit, das Heizsystem im Haus deutlich zu entlasten. Es gibt zwei Anwendungsarten – Solaranlagen zur Heizungsunterstützung (nur relevant ab ca. 10m2 Fläche und Fussbodenheizung) oder die reine Brauchwassererwärmung, für die wir uns entschieden haben.

Unsere Solar-Thermie Anlage:

Brauchwassersolaranlage

Brauchwassersolaranlage

Mit 4 quadratmetern Solarkollektoren in Aufdachmontage wird das Brauchwasser mit Sonnenenergie erwärmt. Integration in das Heizsystem finden Sie hier

In den Sommermonaten von Mai bis September reicht diese Größe in der Regel für einen zwei Personen Haushalt aus.

Leider erreichen uns immer wieder Berichte von Bekannten und Freunden, deren Anlage „nichts bringt“ – nach einigen Standart-Fragen und kurzer Durchsicht deren Anlage kristallisieren sich zwei Gründe sehr schnell heraus:

  • viele Anlagen sind nicht korrekt installiert, angeschlossen oder eingestellt (hier gibt es im Handwerk noch gehörigen Nachholbedarf!!)
  • oft wurden die Käufer falsch oder gar nicht informiert

Hier ein paar grundlegende Informationen:

(einige davon sehr trivial – dennoch oft nachgefragt)

  • pro Person rechnet man ca. 2qm Kollektorfläche (nur für Brauchwasser)
  • Eine Brauchwassersolaranlage ist kein Garant für „immer heißes Wasser“
  • Mehr Panels machen das Wasser nicht heißer
  • Die Wassererwärmung funktioniert über Wärmestrahlung (das geht auch bei Bewölkung und im Winter)
  • Die Effizienz beträgt je nach Modell bis über 90%
  • Grundsätzlich gibt es Flachkollektoren (Bild oben) oder Vakuumröhren-kollektoren (effizienter aber teurer)
  • Brauchwassersolaranlagen müssen gewartet werden (Flüssigkeitsstand prüfen, Dichtigkeit, Pumpe, Einstellungen)
  • Es gibt Aufdach- und Indachmontage (sehr selten)
Für Heizungsunterstützung ist jedoch wesentlich größere Fläche notwendig und rentiert sich nur in Zusammenhang mit Fußbodenheizung, da dafür keine so hohe Vorlauftemperatur notwendig ist.

Als Backup oder zur Sicherheit haben wir nachträglich einen Wärmetauscher in den Brauchwasserspeicher eingebaut. Das ist im Grunde genommen ein großer Tauchsieder mit 3.000 Watt. (Kosten ca. 300 Euro). Benutzt haben wir den noch nie, da es extrem lange dauert die Wassertemperatur für eine Dusche zu erreichen (und damit sehr viel Energie braucht)

Fazit:

Für viele mag es Schwachsinn sein, denn genau dann, wenn man warmes Wasser möchte (Winter und Übergangszeit) reicht es meist nicht von den Solarmodulen – im Sommer aber, wenn man keines braucht, ist es im Überfluss vorhanden – zumindest in Süddeutschland. Dennoch ist der Betrieb einer Brauchwassersolaranlage wirklich sinnvoll, weil er ohne große Ressourcen die Wassertemperatur anhebt – bis hin zu autarken Heizung. In unserem Fall ist (bis auf längere Kaltperioden) die Scheitholzheizung von Mai bis September komplett aus. Man kommt mit sehr viel weniger „heißem“ Wasser aus. Doch auch wer nicht auf diesen Luxus verzichten möchte, hilft eine Brauchwassersolaranlage Energie zu sparen – und zwar eine ganze Menge.

Wichtig wäre noch sich Gedanken über die Verschwendung von Warmwasser zu machen oder das Sparen. Wärmezirkulationsleitungen sind hier ein erstes Einsparziel. Mehr darüber unter meinen Umwelt-Tipps.

Leider noch kaum genutzt ist die Möglichkeit, einer kombinierten Nutzung von Photovoltaik (oben) und Brauchwassersolar (direkt unter den PV-Modulen) in Kombination mit einer Wärmepumpe. Dadurch erhalten die PV-Module das Licht und Kühlung durch das Wasser, das Wasser die Wärme+Abwärme der PV-Module… die Wärmepumpe sorgt für entsprechende „Transformation“ – eigentlich ein geniales Zusammenspiel…

Tipp:

Brauchwassersolaranlagen werden gefördert – entweder von der BAFA oder der eigenen Gemeinde

 

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  1. Zwischenstand – ökologischer Fußabdruck | Harald Schirmer - 3. November 2014

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