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Neue Perspektiven – Fotografie mit Drohnen

Drohne Phantom 2 mit GoPro

Drohne Phantom 2 mit GoPro

Zugegeben die Fotografie im Allgemeinen hat es mir sehr angetan – selbstverständlich möchte ich hier auch viele Bereiche des Spektrums kennen lernen und sehen, wohin es führt. Seit einiger Zeit nenne ich eine Drohne oder auch Quadkopter genannt (DJI Phantom 2) mein Eigen. Bestückt mit einer GoPro Hero 3+ Black Edition erkunde ich nun Perspektiven, die mit Stativen nicht erreichbar sind.

Wenngleich die notwendigen „Flugkünste“ bei Weitem einfacher zu erlernen sind als die für einen regulären Modellhubschrauber, erfordert es doch etwas Übung, herauszufinden mit welchen Flugmanövern die besten Bilder – oder natürlich auch Videos entstehen.

Project airborn
Hier habe ich erste Erfahrungen und einige hoffentlich hilfreiche Details, Videos und Voraussetzungen zu meinem Setup zusammengestellt sowie ein paar erste Fotos zur Ansicht:

Hier die einzelnen Bestandteile:

Ein wenig sollte man sich mit Elektronik schon auskennen, Lötkenntnisse sind Voraussetzung – das Meiste ist dann Plug&Play

Drohne Phantom 2 mit GoPro

Meine Drohne Phantom 2 mit GoPro Hero 3+ Black Edition

  • DJI Phantom 2 Quadkopter
  • DJI Zenmuse H3 3D Gimbal …egal was der Flieger macht – die Kamera bleibt in 3 Achsen stabil – ein unglaubliches Teil
  • Black Pearl 7″ 5,8Ghz Diversity Monitor mit Akku inkl. Halterung für die Fernsteuerung …zur Live-Bild Ansicht (Ich sehe was die GoPro sieht)
  • 5,8 GHz ImmersionRC 25 mW A/V Sender …der Live-Bild Sender am Quadkopter (mehr Leistung wäre sehr sinnvoll, ist in Deutschland aber nicht erlaubt…)
  • DJI iOSD mini …bringt wichtige Daten live auf den Bildschirm (Entfernung, Höhe, Richtung…)
  • B&W Copter Case … Wasserdicht, Stoßfest, verstaut alles mit montierten Flügeln
  • Propguards, Ersatzakku+++

Hier ein gutes Video von Helipal.com mit den wichtigsten Details:

 

Vorschriften:

Wir leben in Deutschland – recht viel mehr muss man dazu wohl nicht sagen – das bedeutet alles ist geregelt, das Meiste verboten und die Informationen darüber überall verstreut. Bitte entschuldigt, dass ich mir den „Schuh“ einer Beratung nicht anziehen möchte – nur so viel:

  • Privat fliegen bis 5kg geht mit überschaubarem Aufwand
  • wer damit Geld verdienen will muss richtig Aufwand, Geld und viele Telefonate einplanen (Aufstiegsgenehmigung+++)
  • Fliegen per Videobrille oder Google Glasses (ohne direkten Sichtkontakt) geht gar nicht
  • alle rechtlichen Grundlagen bezüglich Copyright, Recht am eigenen Bild, Privacy ect. gelten vollumfänglich – Panoramafreiheit ist eingeschränkt
  • Vorsicht ist immer geboten – das Risiko Menschen zu verletzen ist nicht zu unterschätzen!

 

Reaktionen:

Hier ist die Bandbreite sehr groß – die Meisten sind allerdings total begeistert. Einige Wenige (und das sollte man respektieren) reagieren SEHR allergisch – entweder aus Angst allgemein vor Flugobjekten oder speziell vor „fliegenden Kameras“.

Wer also länger Freude am Fliegen haben möchte, sollte sich mit Passanten „gut stellen“ – Freundlichkeit und Ehrlichkeit kommt weiter.

Unbemerkt fliegen geht sowieso nicht – der Kopter klingt wie ein gigantischer Bienenschwarm.

 

Flugleistung:

Die ist enorm. In wenigen Sekunden ist der Phantom 2 mit aller Technik an Board nur noch ein kleiner Punkt am Himmel – laut Hersteller mit 6 Metern pro Sekunde steigt bzw. mit 15 Meter pro Sekunde Fluggeschwindigkeit – das sind 54 km/h ist sie wirklich schnell unterwegs. Bei einer „theoretischen“ Reichweite von 1000 Metern – ist man praktisch aber schon nach wenigen hundert Metern an der Grenze seiner Sehfähigkeit. (Der Transmitter mit seinen schwachen 25 mW gibt schon wesentlich früher auf)

Da die Ausstattung ab „Werk“ schon extrem komfortabel ist (GPS Stabilisierung,  Kompass, „Coming home“…) wird man sehr gut unterstützt und kann sich bald auf die Aufnahmen konzentrieren. Selbst bei „deutlichem“ Wind – wenn alle anderen Fluggeräte besser am Boden bleiben – ist die Phantom 2 noch absolut flugtauglich (natürlich mit deutlich reduzierter Flugleistung durch das stetige Ausgleichen)

Ohne Kamera und Gimbal schafft der LiPo Akku ca. 30 Minuten (das ist phänomenal für ein über 1kg Fluggewicht) – mit voller Beladung sind es noch ca. 25 Minuten.

Wer wissen möchte, was man mit Drohnen erreichen kann, dem sei dieses TED Video empfohlen:

Hilfreiche Links:

… oder einfach meiner YouTube Liste abonnieren: Playlist „Drohnen“

 

Erste Beispielfotos:

Noch nichts Spektakuläres aber erste Eindrücke nach wenigen Flugstunden…


project airborn
schon wenige Meter über dem Boden
ergeben sich neue Ansichten und Gestaltungsmöglichkeiten
project airborn

da sich die Kamera von der Fernsteuerung auch nach unten schwenken lässt,
(leider nicht vollständig nach unten) kann man hier vieles neu entdecken

Ingolstadt Herzogfest

Google Earth bietet ja die Satelliten-typische Draufsicht
– mit einer Kamera-Drohne ist der Blickwinkel quasi frei wählbar

neuburg_altstadt_luft_panorama

selbst Panoramas in der Luft sind möglich – wenngleich die GoPro durch den
extremen Weitwinkel unglaublich stark in den Randbereichen verzerrt

Project airborn

Der typische Bildaufbau und die Sehgewohnheiten ändern sich nach einer Weile auch spürbar

 

Wer weitere Tipps, Links oder sinnvolle Erweiterungen hat, oder eigene Erfahrungen teilen möchte – wie immer gerne. Der Bericht wird damit ergänzt.

 

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