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Der Wert der Dinge im Digitalzeitalter

29. Juli 2014

BLOG, Enterprise 2.0:, Internet, Konsum

Denk mal mitInspiriert durch immer mehr Artikel wie diesen im Spiegel über die utopisch hohen „Werte“, die neue digitale Unternehmen an den Börsen oder „real“ bei deren Übernahme oder Verkauf erzielen möchte ich ein paar Gedanken teilen.

Es gibt derzeit zwei Richtungen in denen „gedacht“ wird:

  • a) wir steuern auf die nächste „Internet Blase“ zu
  • b) unsere Wirtschaft wandelt sich dramatisch

Ich glaube unsere Wirtschaft ändert sich gerade dramatisch:

Der Wert einer Hotelkette, eines Automobilherstellers oder einer Taxi-Flotte wurde „früher“ größtenteils an relativ greifbaren Dingen gemessen: Gebäude, Maschinen, Patente, Ausstattung – die Menschen waren NUR Bediener

Heute stellen wir mehr und mehr fest, dass der Wert eines Unternehmens immer mehr bei den Mitarbeitern liegt – Das schönste Hotel mit unmotiviertem Personal oder der beste Fotohersteller mit fehlenden Ideen hat heute keine Chance mehr

Gleichzeitig bieten sich durch die hohe Erreichbarkeit von Social Media jetzt Möglichkeiten, etwas anzubieten, was bisher ausschließlich mit immensen Investitionen verbunden war.

Beispiel Hotel – was ist alles notwendig, um ein Hotel zu betreiben… bis der erste Gast übernachten kann – Vergleich AirBNB (Smartphone App, die privat Übernachtungen vermittelt) – dort musste „nur“ die Verbindung derer, die ein Zimmer haben und denen, die eines benötigen hergestellt werden (und natürlich eine Menge mehr „Hirnschmalz“ um für beide Seiten neben einfachster Bedienung auch Recht und Qualität sichergestellt werden – z.B. über Versicherungen und transparente Bewertung) — letztendlich ist dass, was den Hauptwert der beiden „Unternehmen“ ausmacht – die Zahl der Übernachtungen und der dafür bezahlte Preis. Davon müssen dann alle Unkosten abgezogen werden (die bei AirBnB fast nicht vorhanden sind)

Beispiel Taxi – Neben der Taxiflotte inklusive Service, der Leitzentrale, Personal +++ bevor der erste Passagier einsteigen kann – UBER
bringt auch hier „nur“ Kunden und Anbieter zusammen. Auch hier die gleiche Rechnung – beim herkömmlichen Betrieb muss der Kunde „alles“ bezahlen – über Social Media nur dass, was er auch nutzt.

Kann also ein Social Media Angebot das nur aus ein paar Leuten, Servern und einer coolen App besteht genau so viel Wert sein wie eine Hotelkette, Taxiflotte oder Automobilkonzern? Ich denke JA

Natürlich ist das auch sehr bedenklich – die vielen Jobs, die das kosten wird, ganze Branchen, die sich neu orientieren müssen – aber auch hier zählt: wer gute Ideen hat und sich anpasst hat sicher bessere Chancen

…oder liege ich hier falsch?

 

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